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Theo Sommer: Chinas Aufstieg zur Weltmacht – eine Herausforderung für den Westen

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„Wenn heute in China ein Sack Reis umfällt, bebt die ganze Welt.“ - Theo Sommer China hat sich in wenigen Jahrzehnten vom Armenhaus im Mao-Look zur Hightech-Nation gewandelt. Vielspurige Autobahnen und Hochgeschwindigkeitszüge verbinden die Zentren. Oft heißt es, die Technologie sei nur importiert, ja geraubt, und die sozialen und ökologischen Probleme seien übermächtig. Doch das ist eine gefährliche Täuschung, wie Theo Sommer eindrucksvoll zeigt. Wer sein luzides Buch voller überraschender Fakten und Zusammenhänge gelesen hat, wird China und den Westen mit anderen Augen sehen. In immer mehr Zukunftssparten wie erneuerbare Energien, Elektromobilität oder Künstlicher Intelligenz übernimmt China die Führung. Das Seidenstraßen-Projekt stellt wichtige Handelswege unter chinesische Kontrolle. Außenpolitisch trumpft China immer mehr auf, in Asien auch militärisch. Der neue starke Mann Xi Jinping hat sich eine Machtfülle gesichert, wie sie nicht einmal Mao hatte. Er perfektioniert den Überwachungsstaat mit digitaler Gesichtserkennung und einem an Orwell gemahnenden „Sozialkreditsystem“. Auch hier spielt China eine beängstigende Vorreiterrolle. Das chinesische Jahrhundert hat begonnen. Es kommt jetzt darauf an, es zu verstehen und sich zu behaupten. Theo Sommer ist ein deutscher Journalist und ehemaliger Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sein Abitur absolvierte er im Sommer 1949 in Schwäbisch Gmünd, um anschließend Geschichte und politische Wissenschaften an der Åsa Folkhögskola, Schweden, an der Universität Tübingen, am Manchester College in Indiana, USA, und an der University of Chicago zu studieren. Sommer promovierte in Tübingen zum Dr. phil. und nahm im Sommer 1960 an Henry Kissingers internationalem Seminar an der Harvard University teil. Bereits seit 1949 arbeitet er als Journalist, zu Beginn als Lokalredakteur bei der „Rems-Zeitung“ in Schwäbisch Gmünd, später als politischer Redakteur bei der „Zeit“, deren Chefredakteur er fast 20 Jahre lang war. Im Jahr 2004 wurde er Herausgeber im Berlin Verlagshaus „Times Media“, das u.a. die „Atlantic Times“ und der „Security Times“. Neben seinem vielseitigen Wirken lehrte er auch, so an der Universität Hamburg sowie an der Harvard University.Moderation: Manfred Osten

90 Min. + 20 Min. Pause

Deutsch

HORIZONTE 2020: Umbrüche

Die Vortrags- und Talkreihe TRIFOLION HORIZONTE steht im Jahr 2020 unter dem Oberthema Umbrüche. Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Globalisierung, Klimawandel oder die Neuordnung staatlicher wie auch globaler macht- und wirtschaftspolitischer Verhältnisse – sie alle sind die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, die sich in teils immer kürzeren Zyklen vollziehen und, ob als Ursache oder als Konsequenz, unser Leben, unsere Gesellschaften und Staatsorganisationsformen verändern werden. Nach Ansicht vieler Soziologen und Historiker lassen die technischen und gesellschaftlichen Umbrüche die Auswirkungen der Industrialisierung oder die Erfindung des Buchdruckes im Vergleich klein und unbedeutend erscheinen. Doch um was geht es konkret? Was bedeuten z.B. die fortschreitende Digitalisierung oder die zunehmenden Fähigkeiten künstlicher Intelligenz, sich selbständig optimieren zu können, für unser Leben, unsere staatliche Ordnung und auch für unsere Bedeutung als Mensch? Welche Chancen bieten und welche Risiken bergen die Entwicklungen für uns, welche Trends sollten von uns frühzeitig erkannt und gezielt gesteuert werden? Wohin werden sich die Gesellschaften und Kulturen unseres Planeten in den kommenden 50-100 Jahren entwickeln und gelingt es uns, unsere Zukunft gemeinsam aktiv zu gestalten und Umbrüchen aktiv zu begegnen, statt zu Zaungästen zu werden, die nur noch auf Entwicklungen reagieren.

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