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Maren Urner: Schluss mit dem täglichen Weltuntergang

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+352 26 72 39-500 (Mo-Fr: 13-17 Uhr)
Egal ob morgens in der Zeitung, abends im TV oder gleich den ganzen Tag im Liveticker auf dem Smartphone: Kriege, Skandale, Terroranschläge, Katastrophen. Der Welt scheint es so schlecht zu gehen wie noch nie und in Zukunft wird alles noch schlimmer. Diese Sicht der Dinge drängt sich auf, wenn wir uns in den Medien über den Zustand der Welt informieren. Maren Urner warnt in ihrem Buch Schluss mit dem täglichen Weltuntergang vor den fatalen Auswirkungen dieser Art von Berichterstattung: Wir sind ständig gestresst, unser Gehirn ist dauerhaft im Angstzustand und unsere Sicht auf die Welt wird durch Schwarz-Weiß-Malerei und Panikmache verzerrt. Gesamtgesellschaftlich wird damit ein Gefühl der antrainierten Hilflosigkeit gefördert, das uns passiv, zynisch und politikverdrossen zurücklässt. So gewinnen wir keinen Überblick über globale Geschehnisse, sondern bleiben allein mit negativen Gefühlen zurück.

Mit ihrer wissenschaftlichen Expertise und ihrer Praxiserfahrung aus dem Konstruktiven Journalismus erklärt die Autorin, was in der modernen Medienwelt schiefläuft und wie unser Steinzeithirn täglich von der digitalen Informationslandschaft überfordert wird. Als Neurowissenschaftlerin und Gründerin des Online-Magazins Perspective Daily zeigt sie eine Berichterstattung, die uns nicht hoffnungslos zurücklässt, aber auch nichts schönreden will – inklusive interaktivem Crashkurs in kritischem Denken.

Maren Urner studierte Kognitions- und Neurowissenschaften in Deutschland, Kanada und den Niederlanden und promovierte am University College London. 2016 gründete sie Perspective Daily mit, das erste werbefreie Online Magazin für Konstruktiven Journalismus. Seit April 2019 ist sie Dozentin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln.

Moderation: Ralf Britten

90 Min. + 20 Min. Pause

Deutsch

HORIZONTE 2020: Umbrüche

Die Vortrags- und Talkreihe TRIFOLION HORIZONTE steht im Jahr 2020 unter dem Oberthema Umbrüche. Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Globalisierung, Klimawandel oder die Neuordnung staatlicher wie auch globaler macht- und wirtschaftspolitischer Verhältnisse – sie alle sind die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, die sich in teils immer kürzeren Zyklen vollziehen und, ob als Ursache oder als Konsequenz, unser Leben, unsere Gesellschaften und Staatsorganisationsformen verändern werden. Nach Ansicht vieler Soziologen und Historiker lassen die technischen und gesellschaftlichen Umbrüche die Auswirkungen der Industrialisierung oder die Erfindung des Buchdruckes im Vergleich klein und unbedeutend erscheinen. Doch um was geht es konkret? Was bedeuten z.B. die fortschreitende Digitalisierung oder die zunehmenden Fähigkeiten künstlicher Intelligenz, sich selbständig optimieren zu können, für unser Leben, unsere staatliche Ordnung und auch für unsere Bedeutung als Mensch? Welche Chancen bieten und welche Risiken bergen die Entwicklungen für uns, welche Trends sollten von uns frühzeitig erkannt und gezielt gesteuert werden? Wohin werden sich die Gesellschaften und Kulturen unseres Planeten in den kommenden 50-100 Jahren entwickeln und gelingt es uns, unsere Zukunft gemeinsam aktiv zu gestalten und Umbrüchen aktiv zu begegnen, statt zu Zaungästen zu werden, die nur noch auf Entwicklungen reagieren.

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