Evènement

Ausstellung: Thea Weires - K.N.A.S.T.

Date de création
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Foyer
Téléphone
+352 26 72 39-500 (Mo-Fr: 13-17 Uhr)
Vernissage: 01.02.2020 | 18:30 Uhr Ein Kopf, stechende Augen: Die Ausstellung zu dem Fotoprojekt „K.N.A.S.T.“ der deutsch-luxemburgischen Künstlerin Thea Weires zeigt auf großformatigen Einzelportraits Männerköpfe, die dem Betrachter Grund zum Nachdenken liefern dürften.

Die mit der Ausstellung im TRIFOLION Echternach erstmals in Luxemburg gezeigten 150 x 200 cm großen Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen allesamt Personen aus der Düsseldorfer JVA – entweder Bedienstete oder Insassen. Die Werke sind eine Art Gegenüberstellung und eröffnen ein Spiel mit den Betrachtenden, die sich die Frage stellen werden, wer hier Inhaftierter und wer Bediensteter ist. Eine Antwort auf ihre eigene Einschätzung erhalten sie nicht: „Wir können einem Menschen allerdings immer nur vor die Stirn schauen“ sagt Thea Weires und lädt die Betrachtenden dazu ein, die eigenen Vorurteile zu überprüfen.

Thea Weires, ist eine deutsch-luxemburgische Künstlerin und wurde 1961 in Neuerburg geboren. Nach einer klassischen Ausbildung zur Fotografin studierte sie an der GH Uni Essen Gestaltungstechnik und arbeitete als Freelancerin.

Seit 1991 lebt sie in Düsseldorf, wo sie seit 25 Jahren erfolgreich als selbständige Fotografin arbeitet. Vor zwei Jahren zog es sie zurück in die Eifel an die luxemburgische Grenze. Die Künstlerin ist wiedereingebürgerte luxemburgische Staatsbürgerin.

Thea Weires hat in Düsseldorf u.a. in einer Klosterkirche gelebt und gearbeitet und dort die Sieben Todsünden fotografisch inszeniert. In ihrem künstlerischen Schaffen beschäftigt sie sich inhaltlich wie auch formal mit Fragen menschlicher Gegenüberstellungen sowie der visuellen Rezeption. So hat sie mit Düsseldorfer Obdachlosen gearbeitet, die sie in übergroßen Plexiröhren fotografierte. In der alten Justizvollzugsanstalt Düsseldorf hat sie eine fotografische Arbeit unter dem Titel K.N.A.S.T. geschaffen.

Die Ausstellung findet begleitend zu der Lesung „Gangsterblues“ von Joe Bausch am Samstag, den 01.02.2020 um 20 Uhr statt. „Tatort“-Fans kennen ihn als Kölner Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth, doch auch im „echten“ Leben arbeitete Joe Bausch 30 Jahre als Gefängnisarzt und Regierungsmedizinaldirektor in der Justizvollzugsanstalt Werl. In diesen Jahren vertrauten sich ihm viele Insassen an. Ihre Geschichten inspirierten Bausch zu seinem zweiten Buch „Gangsterblues“. Sein erstes Buch „Knast“ war ein Spiegel-Bestseller und gab bereits Einblicke ins Innere der Parallelgesellschaft - Abläufe, Hierarchien, Schicksale hinter Gittern.

Mehr Infos zur Veranstaltung mit Joe Bausch hier.